Germany, report 2000

Oktober 1999 - September 2000

Die Mitgliederzahl konnte bei leichtem Rückgang mit 233 Mitgliedern in der Berichtszeit in etwa gehalten werden. Somit ist im internationalen Vergleich die deutsche Gruppe weiterhin eine der größten nationalen Organisationen innerhalb der IAML und sollte sich damit ihrer aktiven Rolle bewusst sein.

Die Aktivitäten des Vorstandes waren insbesondere durch Übernahme von Verpflichtungen im Zusammenhang mit Publikationsabschlüssen geprägt, wie sie sich aufgrund der Abwicklung des Ehemaligen Deutschen Bibliotheksinstituts, Berlin ergaben. Hierzu gehörten insbesondere Verlagsverhandlungen zur Fortführung der Zeitschrift "Forum Musikbibliothek" und zur Publikation des "Verzeichnis der Musiknachlasse in Deutschland". Im übrigen gingen die Bemühungen dahin, die durch politische Entscheidungen vor der Auflösung stehende Musikbibliothek Berlin Charlottenburg zu bewahren und andererseits zukünftig eine stärkere Präsenz und Einbindung des Deutschen Musikarchivs in die Aktivitäten der Vereinigung zu verfolgen, was nicht zuletzt auch durch die intensive Kooperation der Generaldirektorin der Deutschen Bibliothek gewährleistet ist. Des weiteren war der Präsident Gast des Schweizer Musikrats in Aarau zur Konzeptionsvorlage der Einrichtung eines Schweizer Musikinformationszentrums ähnlich der Struktur und Organisation des deutschen Musikinformationszentrums, wobei es insbesondere auch um die Finanzierungsmöglichkeiten und Datenverwaltung ging. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der deutschen musikbibliothekarischen Berufsvereinigung nahm der Präsident an der Frühjahrstagung der Hochschulbibliotheken in Lübeck teil (10.-11.3.2000) und stellte am 20.3. die deutsche Vereinigung anlässlich des gemeinsamen Kongresses der deutschen bibliothekarischen Verbände (BDB) und der Gesellschaft für Informationswissenschaft, Informationspraxis und Dokumentation (GID) in Leipzig vor. Im Sinne der osteuropäischen Kontaktpflege, die schon seit einiger Zeit mit der deutschen Vereinigung besteht, nahm der Präsident an der Tagung des tschechischen Musikbibliotheksverbandes in Hradec Kralove (Königsgrätz) teil (18.9.) und führte ein Seminar zum Thema "Musikbibliothekarische Ausbildung in Deutschland" durch.

Nach Weimar führte im Berichtsjahr die deutsche Vereinigung zusammen mit der deutschsprachigen IASA (Deutschland/ Deutschschweiz) ein weiteres Mal eine gemeinsame Tagung, diesmal vom 19.-24.9. in Leipzig, durch, um gemeinsame Themen zu besprechen, aber auch gegenseitig Anregungen zu empfangen und den fachlichen Gedankenaustausch zu intensivieren.
Folgende Publikationsaktivitäten sind zu erwähnen:

  • Bibliographie des deutschen Musik Bibliothekswesens 1949-1999, Berlin: EDBI, 2000
  • Verzeichnis der Musiknachlässe in Deutschland, Berlin: Talpa Verlag, 2000

Beide Publikationen sind erst aufgrund des erheblich finanziellen Engagements durch die deutsche Vereinigung ermöglicht worden.
Die Mitgliederversammlung wählte am 23.9. einen neuen Vorstand, der sich wie folgt für die nächsten drei Jahre zusammensetzt Wolfgang Krueger, Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen, Stuttgart (Präsident); Brigitte Geyer, Musikbücherei der Stadtbücherei, Leipzig (Vizepräsidentin); Stefan Domes, Musikbücherei der Stadtbücherei, Dresden (Sekretär); Petra Wagenknecht, Bibliothek der Hochschule der Künste Berlin (Schatzmeisterin).
Die nächste Tagung wird vom 26.28.9.2001 in Essen stattfinden.

Wolfgang Krueger,
Präsident der IVMB/Deutschland e.V.